Vita

Anne Schneider eine Koloratur-Sopranistin mit großer, flutender Stimme und substanzreicher Höhe.“*

Die Sopranistin Anne Schneider hat ihre Wurzeln und ihr musikalisches Zuhause in der Alten Musik und berührt ihr Publikum mit unmittelbarer Ausstrahlung; sie ist sowohl im Konzertfach als auch auf der Opernbühne zu erleben, mit einem Schwerpunkt vom Barock bis hin zur frühen Romantik.

2026 singt sie Brahms‘ Requiem und Schuberts G-Dur-Messe in Stuttgart, mehrere Bachkantaten in Potsdam und Freiburg, Bachs Matthäuspassion in Potsdam sowie Bachs Markuspassion und Haydns Schöpfung in Hamburg. Daneben wirkt sie an einer CD-Produktion mit barocken Werken mit (mit The Muses‘ Fellows); ein weiteres Release mit Barockmusik und Neukompositionen ist in Vorbereitung. Zuletzt war sie im Konzerthaus Berlin mit Bachs Weihnachtsoratorium zu erleben, außerdem mit Weihnachtsmusik des französischen Barock in Erlangen, Schuberts As-Dur-Messe in Tübingen und mit Mendelssohns „Wie der Hirsch schreit“ sowie Spohrs „Die letzten Dinge“ in Stuttgart.

Sie ist regelmäßig zu Gast bei renommierten Festivals. Mit der lautten compagney BERLIN gestaltete sie einen Soloabend mit Musik von Bach beim Barock-Fest Winter in Schwetzingen. Mit Werken des 17. Jahrhunderts trat sie beim Wittenberger Renaissance Musikfestival sowie mit dem Ensemble Weser-Renaissance Bremen auf, beim Bachfest Leipzig sang sie mit all’improvviso Kinderlieder im Gewand Alter Musik.
Auch stilistische Grenzgänge sind ihr willkommen: Beim Kurt-Weill-Fest Dessau war sie mit einem Duo-Abend zu Gast. Ein besonderer Höhepunkt war die deutsche Erstaufführung des Oratoriums „One World“ von Sir Karl Jenkins, der das Werk persönlich dirigierte.

Anne blickt auf diverse Bühnenproduktionen zurück. Besondere Erfahrung hat sie mit barocker Gestik, die sie u.a. mit Nils Niemann und Sigrid T’Hooft erarbeitet hat; damit war sie bei den Händelfestspielen Halle und der Bach Biennale Weimar zu sehen. Hauptrollen sang sie mit der lautten compagney BERLIN, mit dem zamus:kollektiv unter Mayumi Hirasaki, Midori Seiler und Bernd Niedecken sowie im Ost-Passage Theater Leipzig. Mit dem Huelgas Ensemble gastierte sie beim Valletta International Baroque Festival in Francesca Caccinis „La liberazione di Ruggiero“, die Proserpina in Monteverdis „L’Orfeo“ sang sie bei der Internationalen Orgelwoche Nürnberg.
Ihr Opernrepertoire umfasst außerdem Fillide (Händel, „Aminta e Fillide“), Clori (Händel, „Acis and Galatea“), Morgana (Händel, „Alcina“), Bastienne (Mozart, „Bastien und Bastienne“) und Ilia (Mozart, „Idomeneo“).

Mit eigenen Formationen taucht Anne in verschiedene musikalische Welten ein: Mit The Muses‘ Fellows setzt sie sich für den Barockkomponisten Thomas Selle ein; das Ensemblekonzept, professionelle und sehr junge Musiker*innen gemeinsam auf die Bühne zu bringen, wurde beim Musikfest Erzgebirge 2022 mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Mit Nusmido singt sie Musik von Josquin aus der Notation seiner Zeit. Mit der Pianistin und Komponistin Russudan Meipariani gestaltet sie einen Liederabend, der georgische und deutsche Traditionen sowie Neukompositionen verbindet.

Zu ihren CD-Aufnahmen zählen u.a. „Oranges and Lemons“ mit The Playfords und „Kinder des Lichts“ mit The Muses’ Fellows (beide bei Coviello).

Nach den musikalischen Anfängen an der Musikschule Dessau und der Musikhochschule Augsburg studierte sie bei Barbara Ebel und Prof. Siegfried Gohritz an der Musikhochschule Weimar. Wichtige Impulse gaben Meisterkurse u.a. bei Jessica Cash, Sigiswald Kuijken und Emma Kirkby. Bei Dr. Rebecca Stewart lernte sie, Renaissance- und Mittelaltermusik zu singen. Heute arbeitet sie mit Sibylla Rubens und Johanna Winkel.

Juni 2026, Kürzungen nur nach Rücksprache mit der Künstlerin

*Achim Stricker, 19. November 2024, Schwäbisches Tagblatt